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Anteil erneuerbarer Energie am Energieverbrauch in der EU auf 10,3 Prozent gestiegen

Im Jahr 2008 lag der Beitrag von erneuerbaren Energien zur Deckung des Bruttoendenergieverbrauchs in der EU laut neuen Eurostat-Daten bei 10,3 Prozent. 2007 betrug er 9,7 und 2006 8,8 Prozent. Bis 2020 soll der Wert 20 Prozent erreichen.


In der 2009 verabschiedeten Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen werden für alle Mitgliedstaaten Einzelziele festgelegt. Dabei wurden die unterschiedlichen Ausgangssituationen, das Potenzial im Bereich der erneuerbaren Energien und die wirtschaftliche Leistung der Mitgliedstaaten berücksichtigt.
Der höchste Anteil wurde 2008 in Schweden verzeichnet, wo fast die Hälfte der Energie aus erneuerbaren Quellen stammt. Dahinter rangieren Finnland (30,5%), Lettland (29,9%), Österreich (28,5%) und Portugal (23,2%). Die niedrigsten Werte meldeten Malta (0,2%), Luxemburg (2,1%), Großbritannien (2,2%), die Niederlande (3,2%) und Belgien (3,3%).


Zwischen 2006 und 2008 haben fast alle Mitgliedstaaten den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch gesteigert. Die höchsten Zuwachsraten verbuchte man in Österreich mit einem Anstieg von 24,8 (2006) auf 28,5 Prozent (2008), in Estland (von 16,1% auf 19,1%), Rumänien (von 17,5% auf 20,4%), Portugal (von 20,5% auf 23,2%) und der Slowakei (von 6,2% auf 8,4%).

 

 

Energiestrategie Österreich

Im April 2009 haben die Minister Reinhold Mitterlehner (BMWFJ) und Nikolaus Berlakovich (BMLFUW) einen partizipativen Prozess zur Erarbeitung einer Energiestrategie Österreich eingeleitet. Am 11. März 2010 wurden die Eckpunkte der Energiestrategie präsentiert.

 

Die Kurzfassung, die einen Überblick über die vorgesehenen Maßnahmenpakete enthält, finden Sie hier.

Das eigentliche Strategiedokument (Langfassung) finden Sie hier.

 

 

Projekt "REGIO Energy"

Das Forschungsprojekt REGIO Energy im Forschungsprogramm "Energie der Zukunft" zeigt für alle Bezirke Österreichs auf, welche Potenziale erneuerbare Energietechnologien unter Berücksichtigung heutiger Rahmenbedingungen existieren.

 

REGIO Energy ging drei Fragen nach:

  • Welche Potenziale existieren in den einzelnen Bezirken Österreichs heute?
  • Wie ergänzen sich unterschiedliche erneuerbare Energieträger in einzelnen Bezirken gegenseitig?
  • Entsprechend dreier Szenarien zu Anreizsystemen und technischer Entwicklung:
    Welche Potenziale lassen sich kurzfristig bis 2012, welche mittelfristig bis 2020 realisieren?

 

Neun verschiedene Energieträger wurden untersucht. Diese beziehen sich auf die Themen

  • Wind und Wasser: Windkraft, Wasserkraft, hydrothermale Geothermie
  • Sonne und Erde: Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen
  • Biomasse: Ackerland, Grünland, Viehwirtschaft und Forst

 

Die Ergebnisse von REGIO Energy erschließen den Regionen Planungsgrundlagen, welche bei der Erstellung von regionalen Energiekonzepten und -strategien herangezogen werden können. Insbesondere dienen die Ergebnisse von REGIO Energy bei einer österreichweiten oder bundesländerweiten Erarbeitung von Handlungsstrategien für Energiefragen als wichtige Grundlage.

 

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse für das Produktionspotenzial je Energieträger sowie für die Selbstversorgungsgrade für Strom und Wärme in den Bezirken Österreichs finden Sie hier.

 

 

World Energy Outlook 2009

Am 10. November 2009 wurde wie jedes Jahr von der Internationalen Energieagentur der World Energy Outlook präsentiert, der auch in diesem Jahr wieder aktuelle Projektionen über die Entwicklung der weltweiten Energiemärkte bietet.

 

Besonders die Folgen der Finanzkrise, die Verlangsamung der Weltwirtschaft und der jüngste Einbruch der Preise für Ölprodukte sowie weiterer Energieträger werden betrachtet.

 

Schwerpunkte dieser Ausgabe sind die Finanzierung der Klimapolitik nach 2012, Prognosen über die Entwicklung der weltweiten Gasmärkte und die Energietrends in Südostasien.

 

Die Zusammenfassung finden Sie unter folgendem Link:
http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2009/WEO2009_es_german.pdf

 

Weitere Informationen sowie die Bestellmöglichkeit des gesamten Dokuments finden Sie hier: www.worldenergyoutlook.org