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KENIA: MASSIVER AUSBAU VON PHOTOVOLTAIK- UND WINDKRAFTANLAGEN GEPLANT

Mehr als die Hälfte des Energiebedarfs Kenias soll durch Photovoltaik abgedeckt werden. Dafür hat die Regierung bereits neun Standorte vorgesehen. Der Bau der Anlagen, wofür insgesamt USD 1,2 Mrd. veranschlagt wurden, soll noch in diesem Jahr beginnen - die erste Planungsphase ist nahezu abgeschlossen. Die Baukosten werden in einer Kooperation zwischen dem Staat und privaten Firmen von beiden Seiten zu jeweils 50 % getragen.

Neben dem massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen plant Kenia auch den Bau des größten Windparks in Subsahara-Afrika. Dieser soll in der Nähe des Turkana Sees entstehen und bereits 2015 in Betrieb genommen werden.

Durch die von der Regierung gesetzten Maßnahmen ergeben sich gute Geschäftschancen für österreichische Firmen in der Planung und Errichtung von Photovoltaik- und Windkraftanlagen.

 

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsBüro Nairobi.

 

 

 

ANTIDUMPINGVERFAHREN PHOTOVOLTAIKMODULE/-PANEELE ZELLEN UND WAFER

NEU: Einführung endgültiger Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen
        
Abschluss von Verpflichtungsvereinbarungen

Betroffene Tarifnummer: ex 3818 00 10, ex 8501 31, ex 8501 32, ex 8501 33, ex 8501 34, ex 8501 61 20, ex 8501 61 80, ex 8501 62, ex 8501 63, ex 8501 64, ex 8541 40 90


Ursprungsland: China

 

Im Juni 2013 wurden gegen Einfuhren von Fotovoltaikmodulen und Schlüsselkomponenten davon (Zellen und Wafer) aus China vorläufige Antidumpingmaßnahmen verhängt, dieses wurden Anfang August durch Verpflichtungsvereinbarungen einer großen Zahl chinesischer Lieferanten ergänzt, in deren Rahmen ohne Antidumpingzoll geliefert werden konnte. Das im November 2012 eingeleitete Antisubventionsverfahren wurde ohne Verhängung von vorläufigen Maßnahmen verlängert.

 

Die Kommission hat in der in der Zwischenzeit durchgeführten Untersuchung festgestellt, dass Wafer von der Warendefinition auszunehmen seien, da sie nicht über dieselben grundlegenden materiellen, chemischen und technischen Eigenschaften verfügten wie Zellen und Module.

 

Die Warendefinition wird daher wie folgt festgelegt:

Photovoltaikmodule oder -paneele aus kristallinem Silicium und Zellen des in Fotovoltaikmodulen oder -paneelen aus kristallinem Silicium verwendeten Typs mit Ursprung in oder versandt aus der VR China. Die Dicke der Zellen beträgt höchstens 400 Mikrometer. Diese Waren werden derzeit unter den Tarifnummern ex 8501 31 00, ex 8501 32 00, ex 8501 33 00, ex 8501 34 00, ex 8501 61 20, ex 8501 61 80, ex 8501 62 00, ex 8501 63 00, ex 8501 64 00 und ex 8541 40 90 eingereiht.

AUSGENOMMEN:

  • Solarladegeräte, die aus weniger als sechs Zellen bestehen, tragbar sind und Strom für Geräte liefern oder Batterien aufladen,
  • Dünnschicht-Fotovoltaikprodukte,
  • Fotovoltaikprodukte aus kristallinem Silicium, welche dauerhaft in Elektrogeräte integriert sind, die eine andere Funktion als die Stromerzeugung haben und die den Strom verbrauchen, der von der/den integrierten Fotovoltaikzelle/n aus kristallinem Silicium erzeugt wird,
  • Module oder Paneele mit einer Ausgangsspannung von höchstens 50 V Gleichspannung und einer Ausgangsleistung von höchstens 50 W, die ausschließlich zur unmittelbaren Verwendung als Batterieladegeräte in Systemen mit denselben Spannungs-und Leistungsmerkmalen bestimmt sind.

 

Die Europäische Kommission führte in der Zwischenzeit - nach Inkrafttreten der vorläufigen Zölle - weitere Überprüfungen und Untersuchungen durch und kam zu dem Schluss, dass die Fortführung der Maßnahmen in Form von endgültigen Zöllen notwendig sei, um eine weitere Schädigung der Gemeinschaftsindustrie durch gedumpte Einfuhren zu verhindern. Sie geht davon aus, dass die Kapazitätsreserven der Union ausreichen, um die Nachfrage zu decken.

 

Nach Abstimmung im Rat gibt die EU daher mit VO 1238/2013, L 325 v. 5.12.2013 die Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen für jene Güter bekannt, die unter obige Warendefinition fallen. Diese endgültigen AD-Zölle betragen grundsätzlich 53,4%, für eine Reihe von Firmen wurden unternehmensspezifische Zölle von 27,3% bis 64,9% festgelegt. Für die im Anhang I der erwähnten Verordnung gelisteten Unternehmen gilt ein Antidumpingzollsatz von 41,3% für jene der im Anhang II gelisteten Unternehmen 36,2%.
Vorläufige Antidumpingzölle, die für Wafer eingehoben wurden werden komplett erstattet, für Module und Zellen werden sie bis zur Höhe erstattet, die die endgültigen Zölle überschreiten.

 

In der parallel eingeleiteten Antisubventionsuntersuchung gibt die Europäische Union auch die Einführung endgültiger Antisubventionsmaßnahmen bekannt (VO 1239/2013, L 325 v. 5.12.2013). Diese betragen generell 11,5%; für die im Anhang der Verordnung gelisteten Unternehmen gilt ein Zollsatz von 6,4%, für eine Reihe von Firmen ein unternehmensspezifischer niedrigerer Zollsatz zwischen 0% und 6,5%.

 

Verpflichtungsvereinbarungen
Gleichzeitig zu den AD- und AS-Verordnungen schloss die Europäische Kommission wieder mit dem Großteil der chinesischen Lieferanten sog. Verpflichtungsvereinbarungen, in deren Rahmen für die einbezogenen Lieferanten bei genauer Einhaltung aller Bedingungen eine Befreiung vom Antidumping- und Antisubventionszoll besteht. Diesen Vereinbarungen liegen wiederum Mindestlieferpreise und eine maximale Gesamthöhe von zu liefernder Gesamtleistung zugrunde (Details werden offiziell nicht bekanntgegeben).

Konkret haben die im Anhang des Beschlusses 2013/707/EU genannten chinesischen Unternehmen eine solche Verpflichtungsvereinbarung mit der EK abgeschlossen.

Ihre Lieferungen in die EU sind bei Einhaltung aller nachstehenden formalen Voraussetzungen vom AD- und AS-Zoll befreit:

  • Die Waren werden von diesen Unternehmen hergestellt, versandt und in Rechnung gestellt (direkt für den ersten unabhängigen Abnehmer in der EU oder an ein ebenfalls gelistetes verbundenes Unternehmen, das als Einführer in die EU tätig ist und für die zollamtliche Abfertigung sorgt - Details siehe Art 3 Abs 1a der VO 1238/2013
  • Es wird eine Verpflichtungsrechnung vorgelegt, die den Angaben des Anhangs III der VO 1238/2013 entspricht („Handelsrechnung für Waren, die einer Verpflichtung unterliegen")
  • Für die Einfuhren liegt eine Ausfuhrverpflichtungsbescheinigung der chinesischen Handelskammer für die Ein- und Ausfuhr von Maschinen und Elektrizitätserzeugnissen CCCME gem. Muster des Anhangs IV der VO 1238/2013 vor; diese beantragt der chinesische Lieferant
  • Es liegt Identität der zur Verzollung angemeldeten Waren mit den in den Bescheinigungen beschriebenen Waren vor.

Lieferanten mit Verpflichtungsvereinbarung haben für alle Lieferungen, die den Befreiungsvoraussetzungen nicht entsprechen und für die daher AD-/AS-Zoll zu bezahlen ist, eine Handelsrechnung gem. Anhang V der VO 1238/2013 auszustellen.

Sollte ein chinesisches Lieferunternehmen zwar die beschriebenen Erklärungen vorlegen, sodass ein AD-/AS-zollbefreiter Import stattfindet, sich aber im Innenverhältnis nicht an die mit Europäischen Kommission getroffenen Mindestpreis- oder Mengenvereinbarungen gehalten haben oder sonst eine Voraussetzung nicht erfüllt sein, so trifft die Haftung für eine etwaige AD-/AS-Zoll-Nachforderung das importierende EU-Unternehmen; es erscheint zweckmäßig, dass Importfirmen sich entsprechend vertraglich absichern.

 

Beide Verordnungen sowie die Verpflichtungsvereinbarungen treten am 6.Dezember 2013 mit einer Geltungsdauer von 2 Jahren in Kraft.

 

 

 

GREEN TECH REPORT 2013

Green jobs Austria hat dieses Jahr gemeinsam mit dem Umweltbundesamt bereits den zweiten green tech report veröffentlicht. Der green tech report 2013 behandelt das Thema Innovative erneuerbare Energien in Betrieben.

Weitere Informationen und den Report zum Download finden Sie hier

 

 

 

 

WIRTSCHAFT TRIFFT FORSCHUNG - NEUE PLATTFORM FÜR ÖKO-INNOVATIONEN

Die neue Plattform ECOWEB bietet Informationen über 1000 innovative Forschungsergebnisse aus EU-Forschungsprojekten aus den Bereichen, Umwelt, Energie und Gesellschaft.

 

ECOWEB wurde von der ÖGUT gemeinsam mit einem multinationalen Konsortium aus Österreich, Frankreich, Deutschland und Italien erarbeitet und wird von der Europäischen Kommission durch das 7. Forschungsrahmenprogramm gefördert.

 

Sie finden die Plattform ECOWEB unter

 

 

 

VERHANDLUNGEN ZUM BUNDESENERGIEEFFIZIENZGESETZ GESCHEITERT

Am 28. Mai 2013 sind die Verhandlungen zum Bundesenergieeffizienzgesetz gescheitert. Das Gesetz sollte der Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU dienen.

Mit weiteren Verhandlungen ist in dieser Legislaturperiode nicht zu rechnen. Österreich hat, wie die anderen EU Mitgliedstaaten noch Zeit bis zum Sommer 2014, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

 

 

NOVELLE KLIMASCHUTZGESETZ BESCHLOSSEN

Am 22. Mai 2013 wurde die Novelle des Klimaschutzgesetzes (KSG - Novelle 2013) vom Nationalrat beschlossen.

 

Nähere Informationen und Details finden Sie  hier und hier

 

 

 

ÖSTERREICHISCHER FORTSCHRITTSBERICHT ENERGIEEFFIZIENZ 2013

Am 3. Mai 2013 wurde der Österreichische Fortschrittsbericht Energieeffizienz 2013 veröffentlicht.

 

Der Bericht musste erstellt werden, da die Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU (EED) in Artikel 24 Abs. 1 fest legt , dass jeder Mitgliedstaat bis zum 30. April eines jeden Jahres einen Fortschrittsbericht zu legen hat. Die Inhalte dieses Berichts sind im Anhang XIV der Richtlinie festgehalten. Für den ersten Fortschrittsbericht gemäß EED hat jeder Mitgliedstaat - neben den Erfordernissen gemäß Anhang XIV Teil 1 a) - auch das nationale indikative Einsparziel gemäß Artikel 3 bekanntzugeben.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie hier 

 

 

  

STRATEGIE ZUR FÖRDERUNG INNOVATIVER ENERGIETECHNOLOGIEN

Als Teil der Strategie bis 2020 veröffentlichte die Europäische Kommission am 2. Mai 2013 eine Mitteilung über Technologien und Innovationen im Energiebereich mit dem Vorschlag, Maßnahmen zu setzen, um die Rolle der EU als Standort für weltweit erstklassige Technologien und Innovationen in der Zukunft zu stärken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von innovativen Lösungen für CO2-arme Technologien.

 

Die verfügbaren Finanzierungsmittel aus öffentlichen und privaten Investitionen sollen effizienter eingesetzt und Synergien zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren besser genutzt werden. Weiters sollen die Forschungsergebnisse in neuen Technologien schneller auf den Markt gebracht werden können. Ein erster Entwurf wird Ende 2013 erwartet, auf desse Grundlage und in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten dann bis Mitte 2013 ein Aktionsplan zur Koordinierung der finanziellen Aspekte erarbeitet werden soll.  Mithilfe eines Berichtssystems im Rahmen des Europäischen Strategieplans für Energietechnologie (SET-Plan) für die Energie- und Klimapolitik der EU soll die Umsetzung der Pläne überwacht und jährliche Berichte über die Fortschritte vorgelegt werden.

 

 

 

NOVELLE KLIMASCHUTZGESETZ BESCHLOSSEN

Am 23. April 2013 wurde im Ministerrat die Novelle der Anlage des Klimaschutzgesetzes (mit Sektorzielen 2013 - 2020) beschlossen.  

 

Zur Information:

Im Rahmen des EU-Klima- und Energiepakets hat sich Österreich in einer rechtsverbindlichen Entscheidung des Rates und des Parlaments (Entscheidung 2009/406/EG http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:140:0136:0148:DE:PDF) verpflichtet, die Treibhausgasemissionen (außerhalb des EU-Emissionshandelssystems) von 2013 bis 2020 um 16% gegenüber 2005 senken. Dieser Zielpfad ist jährlich einzuhalten und bildet die Grundlage für die indikativen Sektorziele.

Die Sektorziele haben sich gegenüber der Begutachtung nicht verändert. Der Ministerratsvortrag hält fest, dass sich aus der Festlegung der Sektorziele keine Umsetzung konkreter Maßnahmen bzw. unmittelbare finanzielle Auswirkungen ergeben.

 

Bewertung:

Schon bisher ist es der österreichischen Wirtschaft gelungen, CO2-Emissionen vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln. Dieser Trend setzt sich auch weiterhin fort. Im europaweiten Vergleich pro erwirtschafteten BIP je emittierter Tonne CO2 nimmt Österreich - ohne Atomkraft - einen Spitzenplatz ein. Österreich startet also im CO2-Bereich von einem hohen Effizienzniveau und hat gleichzeitig ein ambitioniertes Reduktionsziel (-16%) bis 2020 zu erfüllen.

Das ursprüngliche Ziel des Klimaschutzgesetzes - eine verstärkte Koordination zwischen Bund und Ländern in der Klimapolitik zu erreichen - wurde durch den bisher fehlenden Abschluss der avisierten 15a B-VG und zugrundeliegender Maßnahmenliste nicht erreicht. Das BMLFUW hat angekündigt die Verhandlungen dazu noch in dieser Legislaturperiode abschließen zu wollen.

Wie schon in der Stellungnahme der WKO angeführt sind in der Umsetzung jene Maßnahmen zu forcieren, die das Wirtschaftswachstum unterstützen. Belastende Maßnahmen, die Investitionen in Österreich erschweren und somit das Wachstum unterdrücken, sollen unterbleiben. Vor diesem Hintergrund wäre eine ambitioniertere Zielsetzung im Gebäudesektor zu begrüßen, denn dieser Sektor hat das Potenzial effizient und mit Wertschöpfungseffekten in Österreich zur Emissionsreduktion bis 2020 und darüber hinaus beizutragen.

 

Die zugehörigen Dokumente finden Sie hier.

 

 

 

NOW ON AIR: 100 PROZENT SOLARHÄUSER - DER FILM

Steigende Energiepreise machen vollsolar beheizte Gebäude immer interessanter. Ganzjährig nur mit der Sonne heizen, ohne Zusatzheizung -- wie das geht, zeigte die Exkursion am 22. März 2013 zu vollsolar beheizten Gebäuden in Salzburg. In zwei Gebäuden wurde von den Teilnehmern erkundet, wie man die Masse der Bodenplatte eines Hauses für die Speicherung von Solarwärme übers ganze Jahr nutzen kann. Im Simulationsraum der BAUAkademie Salzburg konnte man hinter die Kulissen blicken und miterleben, wie man die Massen von Boden, Decke und Wände eines Gebäudes solar aktivieren kann. Die Exkursion war eine Initiative von Austria Solar, AEE INTEC und BAUInnung Salzburg.

 

Schau´n Sie sich das an (08:12):

http://www.youtube.com/watch?v=JcvC_JrUPlc

 

Die Gebäude aus dem Film und noch mehr 100 % Solarhäuser: http://www.solarwaerme.at/100-Prozent-Sonne

 

 

 

NER 300 - 2. AUSSCHREIBUNG VERÖFFENTLICHT

Am 3. April 2013 hat die Europäische Kommission die zweite Ausschreibung zum Finanzierungsinstrument "NER 300" für innovative Energietechnologien veröffentlicht.

 

Eine Kurzinformation der Kommission sowie sämtliche Ausschreibungsunterlagen finden Sie unter folgendem Link:

 

http://www.ec.europa.eu/clima/news/articles/news_2013040301_en.htm (news)

http://www.ec.europa.eu/clima/funding/ner300/index_en.htm (second Call documents)

 

 

 

AKTUELLE FÖRDERUNGEN DES KLIMA- UND ENERGIEFONDS

KMU-Energieeffizienzscheck (04.04.2013 - 31.12.2013)

 

Was wird gefördert?

Es werden Erst- sowie Umsetzungsberatungen zur Identifikation, Bewertung und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Energiekostensenkung in österreichischen Klein- und Mittelunternehmen gefördert.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Insgesamt stehen bis Jahresende 1 Mio. € für den Förderschwerpunkt zur Verfügung.
Die Kosten für die Erst- sowie die Umsetzungsberatung werden mit jeweils 90 %, jedoch maximal 675 Euro gefördert.

 

weitere Informationen finden Sie unter www.kmu-scheck.at

 

Mustersanierung (19.03-2013 - 24.10.2013)

 

Was wird gefördert?

Mustersanierungsprojekte von betrieblich genutzten und öffentlichen Gebäuden können gefördert werden. Unter die umfassenden Sanierungsmaßnahmen fallen Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes sowie Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energieträger und zur Steigerung der Energieeffizienz.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Insgesamt stehen 2013 3,5 Mio. € für den Förderschwerpunkt zur Verfügung.

Der Fördersatz beträgt max. 45% der umweltrelevanten Mehrinvestitionskosten, die Förderung für ein Gesamtprojekt ist mit 600.000€ begrenzt.

 

weitere Informationen finden Sie unter www.mustersanierung.at

 

 

 

ENERGIEEFFIZIENZGESETZ UND UMWELTFÖRDERUNGSGESETZ IM MINISTERRAT BESCHLOSSEN

Am 3. April 2013 wurde das Bundes-Energieeffizienz-Paket von SPÖ und ÖVP im Ministerrat beschlossen.

 

In der Downloadbox finden Sie:

 

  • Bewertung der WKÖ der Regierungsvorlage
  • die Presseaussendung der WKÖ
  • Kurzzusammenfassung KWK-Punkte-Gesetz

 

Zwar konnten noch wesentliche Verbesserungen gegenüber dem Begutachtungsentwurf vom 21. Dezember 2012 erreicht werden, aber die Grundkritik am - schon in der EU-Richtlinie angelegten - Verpflichtungssystem verbunden mit Zielen und Strafen bleibt weiterhin aufrecht.

 

Die WKÖ fordert stattdessen mehr Anreize für Unternehmen zur Steigerung des unternehmerischen Energiemanagements und eine geringere Verpflichtungsintensität.  Kritisch zu sehen ist, dass der Entwurf die Anrechenbarkeit von geförderten von Maßnahmen verhindert. Abgesehen von diesen grundsätzlichen Vorbehalten gegenüber einem Verpflichtungssystem, sind aus WKÖ Sicht auch folgende Punkte problematisch: Die Förderbarkeit der ETS-Betriebe muss außer Streit gestellt werden, ebenso muss es zu einer Differenzierung der Ausgleichszahlungen kommen.

 

Weitere Vorgangsweise: Die Regierungsvorlage wird bereits am 10. April im Wirtschaftsausschuss behandelt. Sodann bemühen sich die Regierungsparteien um eine Zwei-Drittel-Mehrheit, da das Gesetzespaket eine Reihe von Bundesverfassungsbestimmungen enthält. Die WKÖ bemüht sich unterdessen um Klärung der offenen Punkte.

 

 

 

 

 

WIFO STUDIE-ÖSTERREICHISCHE UMWELTTECHNIKINDUSTRIE

Die aktuelle WIFO-Studie Österreichische Umwelttechnikindustrie Export-Wettbewerbsfähigkeit-Innovation, die am 13. März 2013 in der Wirtschaftskammer Österreich präsentiert wurde, finden Sie hier

 

 

 

KLI.EN JAHRESPROGRAMM 2013

Am Freitag vergangener Woche hat der Klima- und Energiefonds sein Jahresprogramm 2013 veröffentlicht.


Insgesamt stehen 140 Millionen Euro zur Verfügung, die größten Budgetposten des Jahresprogramms sind die Photovoltaikförderung mit 36 Mio. €, e!Mission.at - Technologien für die Energiezukunft mit 26 Mio.€ und Smart Cities Demo mit 8,5 Mio.€.

 

Nähere Informationen sowie das KLI.EN Jahresprogramm 2013 finden Sie hier

 

 

 

GASMONITORING-VERORDNUNG 2013

Die Gasmonitoring-Verordnung 2013 - GM-VO 2013 - wurde am 26. Februar 2013 im Bundesgesetzblatt verkündet.
Den vollständigen Verordnungstext erhalten Sie hier

 

 

 

MACHINERY & METALWARE "ERNEUERBARE ENERGIE"

Das neue Branchenmagazin Machinery & Metalware 01/2013 "Erneuerbare Energien" des Fachverbandes MASCHINEN & METALLWAREN Industrie finden Sie hier.

 

 

 

 

 

ÖSTERREICHISCHE STRATEGIE ZUR ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL BESCHLOSSEN

 

Am 23. Oktober 2012 wurde im Ministerrat die Anpassungsstrategie an den Klimawandel beschlossen.

Hintergrund ist eine Initiative aus Brüssel, für den das österreichsche Strategiepapier nun vorliegt. Das Papier wurde unter aktiver Beteiligung von insgesamt ca. 100 Institutionen erarbeitet und ist in zwei Teile gegliedert:

ein strategisches Rahmenwerk („Kontext") und in einen Aktionsplan.

Der Kontext behandelt strategische Grundfragen und erklärt die Einbettung der Strategie in den Gesamtzusammenhang.
Im Aktionsplan sind konkrete Handlungsempfehlungen (als Angebot an empfehlenswerten Initiativen) zur Umsetzung in den Aktivitätsfeldern (insgesamt 14) dargestellt.

Weiter Informationen finden Sie hier.

 

 

 

ÖKOSTROM-TARIFVERORDNUNG IM BUNDESGESETZBLATT VERÖFFENTLICHT

Die am 18. September 2012 im BGBl II 307/2012 veröffentlichten Tarife gelten nach Maßgabe des Jahresbudgets in Höhe von 50 Mio. Euro und der verfügbaren Kontingente für neue Anlagen, für die ein Antrag auf Vertragsschluss mit der Ökostrom-Abwicklungsstelle (OeMAG) gestellt wird. Damit ein effizienter Ausbau der erneuerbaren Energien in Richtung Marktreife realisiert wird, sind gemäß Ökostromgesetz automatische Abschläge für das Jahr 2013 vorgesehen. Diese liegen je nach Technologie und Kostenentwicklung zwischen 0,5 und 10 Prozent.

 

Die neuen Ökostrom-Tarife im Überblick:


  • Windkraft
    2. Halbjahr 2012: 9,50 Cent/kWh (gleich wie bisher)
    ab 2013: 9,45 Cent/kWh = - 0,05 C/kWH
    Kontingent insgesamt: 11,5 Mio. Euro/Jahr

 

  • Photovoltaik
    2. Halbjahr 2012 (gebäudeint.): 19,70 Cent/kWH = -7,9 Cent/kWh plus einem Zuschuss von 30 Prozent der Investkosten mit maximal 200 Euro pro kW
    2. Halbjahr 2012 (Freifläche): 18,43 Cent/kWh = --6,57 Cent/kWh
    ab 2013 (gebäudeint.): 18,12 Cent/kWH = -9,48/-7,9 Cent/kWh plus einem Zuschuss von 30 Prozent der Investkosten mit maximal 200 Euro pro kW
    ab 2013 (Freifläche): 16,59 Cent/kWh = -8,41 Cent/kWh 2013 (gebäudeint.) 18,12 Cent/kWH = -9,48/-7,9 Cent/kWh plus einem Zuschuss von 30 Prozent der Investkosten mit maximal 200 Euro pro kW

 

  • Kleinwasserkraft
    Für neue oder revitalisierte Kleinwasserkraftanlagen besteht künftig die Wahlmöglichkeit zwischen einer Investitionsförderung von maximal 30 Prozent und einem gestaffelten Einspeisetarif über 13 Jahre.
    2012: Kleinstanlagen für die ersten 500.000 kWh: Tarif beginnend mit 10,6 Cent/kWh
    2012: Anlagen mit 2 MW für Stromerzeugungsmengen über 7.500.000 kWh: bis zu 5 Cent/kWh
    2013: Abschlag von 0,5 Prozent

 

  • Rohstoffabhängige Anlagen
    Förderung nur, wenn mit der Stromerzeugung auch Wärme erzeugt und genutzt wird. Alle Tarife wurden erhöht

 

  • Biomasse
    2012: zwischen 11 Cent/kWh und 18 Cent/kWh

 

  • kleine dezentrale hocheffiziente KWK-Anlagen
    1/3 des Förderkontingents

 

  • Biogas
    zwischen 13 und 19,60 Cent pro kWh (Erhöhung bei kleineren Anlagen, gleiche Tarife bei größter Anlagenkategorie)

 

 

 

 

ENERGIEEFFIZIENZ RICHTLINIE

Nach langen Verhandlungen einigten sich Rat, EU Parlament und EU Kommission (KOM) am 13. Juni über die Energieeffizienz Richtlinie, mit der die EU ihrem Ziel, bis 2020 um 20% weniger Energie zu verbrauchen, näher kommen will.

Derzeit wird der Text der Einigung juristisch und sprachlich überarbeitet, danach folgt die formale Annahme in EU Parlament und Rat, die voraussichtlich Anfang Herbst stattfindet. Nach Veröffentlichung im Amtsblatt der EU (Herbst 2012) haben die Mitgliedstaaten 18 Monate Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Zum Inhalt der Richtlinie:

 

Artikel 3 - nationale Energieeffizienzziele
Gemäß Artikel 3 haben die MS indikative nationale Energieeffizienzziele fest zu legen. Das Ziel kann entweder in Form von Primär- oder Endenergieverbrauch, Primär- oder Endenergieeinsparung oder Energieintensität ausgedrückt werden, muss der Kommission jedoch in Form von Primär- und Endenergieeinsparung gemeldet werden. Bei der Zielsetzung sollen die MS auch die Maximalverbrauchsziele der EU bis 2020 (1474 Mtoe Primärenergie oder 1078 Mtoe Endenergie berücksichtigen. Auch die von MS bereits gesetzten Maßnahmen sowie die nationalen Umstände können berücksichtigt werden. Bis Mitte 2014 soll die KOM untersuchen, ob die Anstrengungen der MS ausreichen, dass EU-Ziel zu erreichen.

 

Artikel 3a - langfristige Gebäudesanierung
Zusätzlich gibt es einen neuen Artikel 3a zur langfristigen Gebäudesanierung. Die Mitgliedstaaten legen hierzu eine nationale Strategie vor. Die erste Version der Strategie wird Ende April 2014 als Teil der nationalen Aktionspläne veröffentlicht, danach wird sie alle drei Jahre aktualisiert.

 

Artikel 4 - Vorbildwirkung öffentlicher Gebäude
Ab Anfang 2014 müssen die MS gemäß Artikel 4 der RL 3% des Gebäudebestands (bis Juli 2015 ab 500 Quadratmeter, dann ab 250 Quadratmeter) im Gebrauch oder Besitz von Bundesbehörden energetisch sanieren. Gebäude mit den niedrigsten energetischen Standards sind prioritär zu sanieren. Allerdings dürfen MS auch andere äquivalente Maßnahmen ergreifen.

 

Artikel 6 - Energieeinsparverpflichtung
Gemäß Artikel 6 müssen die MS sicher stellen, dass Energievertriebsunternehmen oder Verteilnetzbetreiber ab 2014 und bis Ende 2020 durch ein Verpflichtungssystem Einsparungen erzielen. Diese müssen neuen Einsparungen von 1,5% der jährlichen Verkaufsmenge an Endkunden entsprechen.  Die Maßnahmen zur Erreichung des Zielwerts sind  dabei - in bestimmten Grenzen - dem MS überlassen.

 

Artikel 7 - Energieaudits und Energiemanagementsysteme
Gemäß Artikel 7 müssen die MS kosteneffektive Audits für alle Endkunden forcieren. Diese müssen von qualifizierten und/oder akkreditierten Experten oder durch nationale Behörden durchgeführt werden. Sofern die MS über eine System zur Qualitätskontrolle verfügen, dürfen Audits auch von „in-house" Experten durchgeführt werden. Minimalkriterien für diese Audits sind von den MS an Hand von in der RL angeführten Prinzipien (Annex Va) zu bestimmen.
Ein Audit alle vier Jahre durchzuführen, erstmals drei Jahre nach Inkrafttreten der RL. Unternehmen mit Energie- oder Umweltmanagementsystemen sind davon ausgenommen wenn das Managementsystem ein Audit beinhaltet. Energieaudits dürfen auch Teil eines breiteren Umweltaudits sein.  

 

MS müssen auch Programme entwickeln, die für KMU Anreize schaffen, sich einem Energieaudit zu unterziehen und danach die Vorschläge auch umzusetzen. MS können für KMU auch Fördersysteme errichten, um die Kosten (Audit und Investitionen) zu decken und müssen sie auf Beispiele aufmerksam machen, wie Managementsysteme ihnen helfen könnten.

 

Artikel 8: Messung und Informationsbereitstellung (Smart Meter)
Artikel 8 sieht die Ausstattung der Endkunden mit Zählern, die die tatsächliche Nutzungszeit und den tatsächlichen Energieverbrauch widerspiegeln, nur sofern technisch und finanziell machbar und in angemessenem Verhältnis zu den Mehrkosten vor.

 

Artikel 10 - Effizientes Heizen und Kühlen (KWK)
Bis Ende 2015 und dann alle fünf Jahre müssen MS gemäß Artikel 10  nach Durchführung einer Kosten-Nutzen-Analyse das Potenzial für den Ausbau von KWK sowie Fernwärme und -Kälte beurteilen und der Kommission melden. Wo diese Bewertung ein Potenzial erkennt, muss der MS adäquate Maßnahmen ergreifen, um Anreize zur Nutzung von effizienten Kühlungs- und Heizsystemen zu schaffen.

 

Bei geplantem Neubau/Umbau von Kraftwerken größer als 20 Megawatt besteht eine Verpflichtung zu einer Kostenanalyse zum Einsatz von KWK. Ausnahmen gelten beispielsweise für gewisse Spitzenlastkraftwerke. Mitgliedstaaten sollen die geltenden Genehmigungskriterien für Anlagegenehmigungen dahingehend ändern, dass die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analysen künftig Berücksichtigung finden. Ausnahmemöglichkeiten bestehen weiterhin, wenn zwingende Gründe gegen den Einsatz von KWK sprechen.

 

 

KOM MITTEILUNG ZU ERNEUERBAREN ENERGIEN

 

Am 6. Juni 2012 hat die Europäische Kommission ihre Politik im Bereich erneuerbare Energien in einer Mitteilung vorgestellt, in der die Optionen für den Zeitraum nach 2020 aufgezeigt, die Marktintegration der erneuerbaren Energien bekräftigt und die Notwendigkeit der Zunahme ihres Anteils an der Energieerzeugung hervorgehoben wird. Weiters fordert die Europäische Kommission einen besser koordinierten europäischen Ansatz bei der Festlegung und der Reform von Förderregelungen und die Intensivierung des Handels mit erneuerbaren Energieträgern zwischen den Mitgliedstaaten.

 

Vier wesentliche Maßnahmen will die Kommission im Anschluss an diese Mitteilung durchführen:

 

  • Fortsetzung der Förderung der Integration der erneuerbaren Energien in den Energiebinnenmarkt und Vorkehrungen für Investitionsanreize auf dem Stromerzeugungsmarkt
  • Ausarbeitung von Leitlinien, die beste Praktiken und einschlägige Erfahrungen im Zusammenhang mit Förderregelungen zum Gegenstand haben, um zu Vorhersehbarkeit, Kosteneffizienz, der Vermeidung nachweislicher Überkompensation und einer größeren Kohärenz zwischen den Mitgliedstaaten beizutragen
  • Unterstützung einer verstärkten Nutzung der Mechanismen der Zusammenarbeit und entsprechende Umsetzungshinweise, damit die Mitgliedstaaten ihre rechtsverbindlichen Ziele durch den Handel mit erneuerbaren Energieträgern erreichen und so ihre Kosten senken können
  • Gewährleistung der Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die energiepolitische Zusammenarbeit im Mittelmeerraum, da ein integrierter regionaler Markt der Maghreb-Länder Großinvestitionen in der Region erleichtern und zusätzliche Importe von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nach Europa ermöglichen würde.

 

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

HUTTERER ERÖFFNET 10. INTERNATIONALE ASPO KONFERENZ

 

Von 30. Mai bis 1. Juni 2012 fand in Wien die 10. Internationale ASPO (Association for the Study of Peak Oil & Gas) Konferenz statt. Mehr als 200 internationale ExpertInnen diskutierten über „Peak Oil" und mögliche Konsequenzen und Gegenstrategien.

 

Als Kooperationspartner dieser Veranstaltung eröffnete der Obmann des Dachverbandes Energie-Klima, Dr. Ernst Hutterer, die Veranstaltung.

 

In seiner Rede betonte Hutterer, dass die Tatsache, dass es aktuell nicht mehr in Frage stehe ob fossile Ressourcen endlich sind, sondern lediglich wann die Verfügbarkeit endet, eine großartige Chance für die Erneuerbaren Energien bietet.

Gleichzeitig müsse man aber darauf achten, einen ausgeglichenen und intelligenten Energiemix zu erreichen, bei dem die Vorteile der verschiedenen Technologien kombiniert werden.

Hutterer mahnte, dass man neben der ökologischen Seite nicht auf die ökonomische vergessen dürfe. Man müsse die Herausforderungen und Chancen, welche die Kombination ökonomischer und ökologischer Lösungen des Energieproblems biete, annehmen und nutzen. Das Zauberwort ist ökonomische Ökologie.

Da Österreich die Technologien wie auch die Möglichkeiten hierfür habe, sei Wien der richtige Ort, um heuer eine derartige Konferenz abzuhalten.

 

Weitere Informationen zu der 10. Internationalen ASPO Konferenz, Vorträge, Impressionen uvm finden Sie unter www.aspo2012.at.

 

 

 

ENERGIE AUTARKIE FÜR STEIRISCHE BETRIEBE

Die Wirtschaftskammer Steiermark startet gemeinsam mit der Fachgruppe der Ingenieurbüros in der Steiermark und der österreichweit tätigen IG Energieautarkie eine Initiative, um die steirischen Betriebe auf ihrem Weg in die Energie-Autarkie zu unterstützen.
Rund zwanzig zertifizierte Energie Autarkie Coaches und zugleich Ingenieure stehen ab sofort den steirischen Unternehmen auf deren Weg in eine größtmögliche Unbhängigkeit von fossilen Energien zur Verfügung.

Die Koordination dieser steirischen Initiative passiert in Abstimmung mit der Fachgruppe der Ingenieurbüros, deren Obfrau Mag. Petra Brandweiner-Schrott mit Stolz bemerkt: „Vor einem Jahr war es die Fachgruppe Steiermark der Ingenieurbüros, die als erster den universitären Lehrgang zum zertifizierten Energie Autarkie Coach angeboten hat. Heute freuen wir uns, dass die Absolventen mit ihrem umfassenden Wissen zum Einsatz der erneuerbaren Energien auch einen Beitrag für die steirische Wirtschaft leisten!"

 

Weitere Informationen zu dieser Initiaitve finden Sie hier.

 

 

 

ÖSTERREICH SCHLIESST KYOTO LÜCKE

In einer Pressekonferenz am 04. April 2012 hat Umweltminister Berlakovic den österreichischen Weg zur Schließung der Kyoto Lücke vorgestellt.
Rund 1,4 Mrd. Euro hat das Lebensministerium seit 2008 in Klimaschutzmaßnahmen in Österreich investiert. Dazu kommen weitere 550 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte im Ausland. Damit erfüllt Österreich die Verpflichtungen, die es im Kyoto-Protokoll eingegangen ist. Während Kyoto gelöst sei, bleibe die Herausforderung Klimaschutz bestehen, erklärte Berlakovich.

Laut der aktuellen Treibhausgasbilanz ist Österreich im Jahr 2010 um 6,2 Mio Tonnen Kohlendioxidäquivalent vom Kyotopfad abgewichen. Um seinen im Kyoto Protokoll eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, muss Österreich aktuell Emissionszertifikate im Umfang von 32 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent nachkaufen. Da der Preis für diese Zertifikate derzeit sehr niedrig ist (aktuell 5 € pro Tonne), habe man "aus Gründen der Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit" jetzt gehandelt, so Berlakovic.

Die 160 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte im Ausland werden im "green investment scheme" investiert, also ausschließliche für Klimaschutzprojekte in Europa.

Die Pressemeldung des Lebensministeriums zum Kyoto Lückenschluss finden Sie hier.

 

 

 

EUROPÄISCHE KOMMISSION GENEHMIGT ÖKOSTROMGESETZ

Am 8. Februar 2012 hat die Europäische Kommission das neue Ökostrom-Gesetz genehmigt. Dieses soll die Basis für den weiteren massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien in Österreich schaffen. "Das ist eine gute Nachricht für den Standort Österreich, der durch das Ökostromgesetz deutlich aufgewertet wird", sagt Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner zum positiven Ergebnis der beihilfen- und wettbewerbsrechtlichen Prüfung, die im Unterschied zum Ökostromgesetz 2008 sehr rasch und ohne Auflagen erfolgt ist.

 

Aufgrund der Entscheidung der Kommission kann mit 1. Juli der zweite Teil des Ökostromgesetzes mit der Aufstockung der jährlichen Förderung von 21 auf 50 Millionen Euro pro Jahr in Kraft treten. Der erste Teil des Gesetzes wurde mit dem Abbau der Wartelisten bei den Wind- und Photovoltaikanlagen im Vorjahr bereits umgesetzt. "Durch die jetzt akzeptierte Verdoppelung des

Fördervolumens für neue Ökostrom-Anlagen lösen wir milliardenschwere Investitionen in grüne Technologien aus und können noch stärker von Öko-Innovationen profitieren. Gleichzeitig unterstützt das ebenfalls genehmigte neue Finanzierungsmodell die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie. Damit werden Nachteile gegenüber anderen EU-Ländern wie Deutschland oder Frankreich verhindert, was gerade im aktuellen Konjunkturklima besonders wichtig ist", so Mitterlehner.

 

Nach dem im Vorjahr erfolgten Abbau der langen Anlagen-Warteliste, wodurch knapp 430.000 Haushalte zusätzlich mit grünem Strom versorgt werden können, steigt die jährliche Förderzuwachssumme für neue Anlagen heuer von 21 auf 50 Millionen Euro. Um der technologischen Entwicklung Rechnung zu tragen und eine Überförderung zu vermeiden,

sinkt diese Summe jährlich um eine Million Euro bis auf 40 Millionen

Euro.

Das Fördervolumen wird auf Basis einer Potenzialanalyse aufgeteilt, um einen optimalen Energiemix zu erreichen. Für Wind stehen künftig 11,5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, für Biomasse- und Biogas zehn Millionen Euro, für Photovoltaik acht Millionen Euro sowie für Kleinwasserkraft 1,5 Millionen Euro. Weitere 19 Millionen Euro gehen in einen "Resttopf", der flexibel unter Wind und Kleinwasserkraft sowie unter kosteneffizienten Photovoltaik-Anlagen, die den erzeugten Strom in erster Linie selbst verbrauchen, aufgeteilt wird. Unabhängig von diesem Topf gibt es für Kleinwasserkraft jährliche Investitionszuschüsse von 16 Millionen Euro.

 

Das neue Finanzierungsmodell berücksichtigt die Anliegen der besonders im internationalen Wettbewerb stehenden energieintensiven Industrie und der damit verbundenen Arbeitsplätze,

indem die Ökostromentgelte künftig an die Netztarife gekoppelt werden. Gleichzeitig gibt es auch für rund 300.000 einkommensschwächere Haushalte eine Deckelung der Ökostromzuschläge.

 

"Durch unsere Ausbauoffensive wird sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf rund 85 Prozent im Jahr 2020 erhöhen. Damit ist Österreich europaweit Spitzenreiter. Schon ab 2014 brauchen wir bilanziell keinen Atomstrom mehr zu importieren", betont Mitterlehner. "Gleichzeitig übertreffen wir auch die Ziele der Energiestrategie Österreich und des Nationalen Aktionsplans für Erneuerbare Energien, deren Anteil am Bruttoendenergieverbrauch auf über 35 Prozent steigen wird", so Mitterlehner abschließend.

 

Die Kundmachung des Inkrafttretens des ÖSG 2012 im Bundesgesetzblatt finden Sie hier.

 

 

 

EUROPÄISCHE BIOMASSEKESSELSTANDARDS IN BRITISCH KOLUMBIEN

Die Sicherheitsbehörde der Provinz British Columbia hat sich in einem bahnbrechenden Übereinkommen mit TÜV Österreich über die Anerkennung europäischer Biomassekesselstandards geeinigt. Die Vereinbarung gilt für Biomassekessel ab einer Leistung von 100 KW. Folgende europäische Normen und Direktiven finden in dem Abkommen Berücksichtigung:

EC Directive 2006/42/EC
Pressure Equipment Directive 2006/95/EC
EC Directive 94/9/EC
EC Directive 2004/108/EC
EN 303-5
EN 12952
EN 12953

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

 

FRANKREICH - NEUREGELUNG DER SOLARFÖRDERUNG

Bei einem Ministertreffen im Februar 2011 kündigte der französische Premierminister François Fillon, der sich selbst als Verfechter der Umsetzung der im Umweltabkommen festgelegten Verpflichtungen bezeichnet, die Richtlinien der künftigen Photovoltaik-Förderung an.

 

Zunächst verpflichtet sich die Regierung, den Anteil der Solarenergie am Markt so zu erhöhen, dass ein Aufschwung dieser Branche erreicht wird. So wurde die jährliche Obergrenze für die Photovoltaik-Förderung ab dem 10. März 2011 auf 500 MW begrenzt. Die Einspeisevergütung des von Privatpersonen und kleinen Unternehmen an EDF gelieferten Stroms sinkt um 20%. Für Großprojekte - Photovoltaik-Dachanlagen und Solarparks - und Projekte mittlerer Größe (zwischen 100 und 250 Kilowatt-Peak kWp) sind Ausschreibungen vorgesehen und die Solarstrom-Einspeisetarife werden künftig automatisch angepasst.

 

Außerdem forderte der Premierminister eine größere Transparenz beim Management der Verfahren, die die Seriosität der Projekte garantieren und betonte, dass der finanzielle Anteil der Gebietskörperschaften durch die Installation von 2500 MW bis Ende 2012 auf beachtliche 1,5 Milliarden Euro ansteigen wird. „Der Ausbau der Photovoltaik hat seinen Preis. Teilen wir uns die Kosten, jedoch nur am Anfang! Danach ist es Aufgabe der Industrie uns zu beweisen, dass ihre Projekte ausgereift und realisierbar sind", äußerte François Fillon.

 

Die Vertreter der Industrie zeigten sich enttäuscht über die Ankündigungen des Premierministers. Die Kürzung der Einspeisevergütung um 20% wurde besonders kritisiert. Es gab jedoch auch Stimmen, die einen „kleinen positiven Aspekt" sehen: Bis Ende 2012 wird mit einem Zubau von jährlich 500 MW gerechnet. Diese Leistung wird die Gesamtleistung von rund 3400 MW der Solarstrom-Projekte ergänzen, die unter das Gesetz vom 9. Dezember 2010 fallen, also noch vor die Verabschiedung der Neuregelung. Jedoch geht die Regierung davon aus, dass nicht alle Projekte in der vorgesehenen Zeit tatsächlich umgesetzt werden können und zielt somit auf eine installierte Leistung von 2500 MW bis Ende 2012 ab. Andernfalls könnte die Begrenzung der Einspeisevergütung nach oben auf bis zu 800 MW korrigiert werden.